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Trauerbewältigung
Hilfe beim Abschied nehmen
Abschied - Trauer - Verlust, sind Situationen, die uns alle im Leben mehrmals betreffen und beschäftigen. Viele Menschen werden durch diese Umstände aus ihrem gewohnten Lebensrhythmus gerissen. Einige Menschen werden derart aus der Bahn geworfen, dass sie einer besonderen Unterstützung bedürfen.
Bei der GRAZ AG BESTATTUNG finden die Hinterbliebenen kostenlosen Beistand bei einer erfahrenen Psychologin. In kleinen, offenen Gruppen aber auch in Einzelgesprächen wird den Trauernden geholfen, das Geschehende zu verarbeiten und zu akzeptieren.
Jeden Dienstag: 17.30 - 19 Uhr
Grazbachgasse 44-48
8010 Graz
T: +43 316 887-720
Interview mit der Psychologin Frau Dr. Zidek
Bei großen Katastrophen wie zum Beispiel beim Seilbahnunglück in Kaprun gibt's hierzulande zumindest eines: institutionalisierte Hilfestellung für die Hinterbliebenen der Opfer. Bei den - für den einzelnen nicht minder großen - alltäglichen Katastrophen werden die Trauernden hingegen zumeist allein gelassen.
Nicht so bei der GRAZ AG BESTATTUNG.
Die Schalterbeamten haben dort jahraus, jahrein mit Angehörigen in Ausnahmesituationen zu tun, die gerade einen geliebten Menschen begraben müssen. Und haben den Bedarf erkannt, den sie selbst nicht abdecken konnten: Es müsste eine Stelle geben, an die sich jeder Trauernde einfach wenden kann, wenn er Hilfe braucht - oder einfach nur jemanden zum Reden. Bald darauf war der Beschluss gefasst: Die GRAZ AG BESTATTUNG bietet als "Service am Kunden" eine offene Gruppe an, seit Februar 2001 wird jeden Dienstag unter der Leitung von Dr. med. univ. Dagmar-M. Zidek gemeinsam Trauerarbeit geleistet, kostenlos und anonym.
"Die Gruppengröße ist recht unterschiedlich, meistens kommen zwischen drei und sieben Personen", erzählt Frau Dr. Zidek. Und sie alle reden - zum Beispiel von den Schuldgefühlen, unter denen die Trauernden häufig leiden: "Wäre ich doch...", "Hätte ich doch damals nicht..." - Oder davon, dass unsere leistungsorientierte Gesellschaft meint, der Betroffene müsste drei Tage nach dem Begräbnis wieder "funktionieren" wie im Alltag. "Keiner kommt da allein drüber", weiß Frau Dr. Zidek, "und es hilft, über Gemeinsamkeiten zu reden".
So bleibt es nicht allein beim Gespräch in der Gruppe: "Die Leute gehen nachher oft gemeinsam raus, reden privat weiter und können so auch einander stützen." Spontan hat man sogar begonnen, eine Liste zu schreiben - für die Leute, die Weihnachten und Silvester gemeinsam wegfahren möchten, um gerade an diesen Tagen der Einsamkeit zu entfliehen. |
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Diese Eigeninitiative freut Frau Dr. Zidek besonders: "Wesentlich ist, dass unsere Gespräche hier weiter wirken."
Wie ist Ihr Kontakt zur GRAZ AG BESTATTUNG entstanden, der zur Gründung dieser offenen Gruppe geführt hat?
Zidek: Mit einem Mitarbeiter der Bestattung - er ist zugleich Obmann des Hundeclubs GAV - kam ich vor eineinhalb Jahren im Hundekurs ins Gespräch. Ich erzählte ihm von der tiergestützten Psychotherapie, die ich anbiete - mein "Mitarbeiter" Akim von der Schlossruine hat mittlerweile nicht nur die Schutzhundeprüfung, sondern auch in Wien die Ausbildung zum Therapiehund absolviert. Im Gegenzug erzählte er mir von den Schwierigkeiten seiner Arbeit - stets mit Menschen in Ausnahmesituationen zu tun zu haben, und ohne die Möglichkeit, Hilfe anbieten zu können. So wurde die Idee entwickelt, mit den Vorgesetzten besprochen, und dann war es soweit: die GRAZ AG BESTATTUNG hat sich entschlossen, die Gruppe ins Leben zu rufen.
Was ist für Sie die wichtigste Hilfestellung, die sie den Trauernden geben können?
Zidek: Grundsätzlich haben wir hier wenig Kultur in der Auseinandersetzung mit dem Tod. Verdrängung ist die gängigste Strategie, mit der Endlichkeit umzugehen - das rächt sich. Andere Kulturen, die über Trauerrituale verfügen und den Gedanken an Tod und Endlichkeit zulassen, haben dieses Problem nicht. In der Gruppe möchte ich die Menschen dahin führen, dass es richtig und normal ist, ihre Trauer zu leben - und Tipps geben, wie sie sie durchleben und ausheilen können.
Interview mit Frau Dr. Dagmar-M. Zidek,
FA für Neurologie, Psychiatrie und Neuropsychiatrie des Kinder- und Jugendalters.
Hermann-Aust-Gasse 3,
T: +43 316 287 273 |
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